Leidenschaft und Vernunft im Drama des Sturm und Drang

El-Dandoush, Nagla: Leidenschaft und Vernunft im Drama des Sturm und Drang

Dramatische als soziale Rollen. In der Dramatik des Sturm und Drang wird die Selbstbestimmungsmaxime der Aufklärung um einen ausgeprägten Leidenschaftsanspruch ergänzt. These dieser Studie ist: Die Umwertung der Leidenschaft im Zeichen der Natur, der menschlichen wie der universellen, bringt Kritik an sozialen Rollen hervor, die im Rahmen der Norm als 'vernünftig' gelten. In Anlehnung an Kant, der die natürlichen Leidenschaften als 'Freiheits- und Geschlechtsneigung' definiert, werden vier Dramen des Sturm und Drang auf folgende Aspekte hin interpretiert: Goethes "Götz" auf Vitalität; Schillers "Räuber" auf Freigeisterei; Lenzens "Hofmeister" auf Entsagung und Wagners "Kindermörderin" auf Liebe. Die von Kant konstatierte 'selbstverschuldete Unmündigkeit' des Menschen wird in den dramatischen Rollen des Sturm und Drang als 'gesellschaftlich verschuldete' umgedeutet. Der Konflikt zwischen passio und ratio ist von daher kein humaner, sondern ein sozialer. 222 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 474/Königshausen & Neumann 2004) leichte Lagerspuren

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Sachgebiet: Rokoko, Empfindsamkeit, Sturm und Drang
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