
Struve, Tilman: Staat und Gesellschaft im Mittelalter
Ausgewählte Aufsätze. Im Mittelpunkt der 12 Beiträge steht das menschliche Gemeinwesen (res publica), das in Fürstenspiegeln und staatstheoretischen Traktaten, in Briefen und publizistischen Zeugnissen sowie in Dokumenten der Rechtssphäre Gegenstand des zeitgenössischen Diskurses gewesen ist. Thematisiert werden Ursprünge und Grundlagen des Gemeinwesens, die bei dessen Aufbau wirksamen Leitbilder, seine Verfassungsstruktur, sein Verhältnis zur geistlichen Sphäre, die Beziehungen zwischen Herrscher und Beherrschten sowie die auf eine Erneuerung der politischen und gesellschaftlichen Ordnung gerichteten Überlegungen der Zeitgenossen. In Weiterführung seiner Untersuchung zum mittelalterlichen Organismusvergleich verfolgt der Autor nun dessen Leistungsfähigkeit als Modell zur Begründung und Deutung der inneren Struktur des Gemeinwesens, seines vernunftgeleiteten Aufbaus, seiner rechtlichen Fundierung, seiner einheitlichen Leitung wie seines sozialen Gefüges, insbesondere hinsichtlich Stellung und Bedeutung der dienenden Schichten. Ausschnitthaft spiegelt sich in den Studien der langwierige, komplexe Prozeß der Staatswerdung im Mittelalter: auf der Ebene der Theorie wie auf dem Felde der praktischen Politik. X,332 Seiten, broschiert (Historische Forschungen; Band 80/Duncker & Humblot 2004) schwarze Filzstiftstriche auf Schnitt
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