Brune, Carlo: "Ein enterbter Sohn"

Studie zu Franz Kafkas ‘Brief an den Vater‘. Die Arbeit will auch und gerade am Vaterbrief nachweisen, dass es methodologisch unzulässig ist, den Textkörper Kafkas auf den biographischen Vaterkonflikt hin auszurichten: wenn Kafka sich in diesem Brief zum "in Wahrheit enterbter Sohn" stilisiert, lässt sich dies auch so interpretieren, dass er selbst diese Enterbung im eigenen Schreiben bewusst vorantreibt, sich dem väterlichen Erbe entzieht. Die vermeintlichen Lebensschilderungen des Briefes lassen sich dann als Funktionsstellen einer literarisierten Autobiographie lesen, die in einer simulatorischen Inszenierung die väterliche Gesetzeswelt leerlaufen lässt und damit eine Absatzbewegung von der Vaterfigur vollzieht, die die Existenz des Sohnes in der Literatur allererst ermöglicht. 160 Seiten, broschiert (Literaturwissenschaft in der Blauen Eule; Band 32/Verlag Die Blaue Eule 2000) leicht berieben

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Bestell-Nr.: 15606 Sprache: Deutsch Gewicht: 223 g
Sachgebiet: Kafka
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