
Stocken, Andrea: Die Kunst der Wahrnehmung
Das Ästhetikkonzept des Li Yu (1610-1680) im Xianqing ouji im Zusammenhang von Leben und Werk. Ausgehend von den Einleitungspassagen der Kapitel zeigt die Studie, dass das auf den ersten Blick wie ein disparates Sammelsurium wirkende Xianqing ouji als eine Kunst der Wahrnehmung konzipiert ist. Ein Anhang bietet auf über 60 Seiten eine auszugsweise Übersetzung des Werks. Das 1672 erschienene Werk widmet sich den verschiedensten Themen: Opern, Gärten, Kleidung, Nahrung, Möbel etc. Was hat es mit diesem Buch tatsächlich auf sich, wie lässt es sich in den Zeitzusammenhang und in das Leben seines Verfassers einordnen? Handelt es sich um eine Flucht vor den Wirren des Dynastiewechsels, um einen Rückzug in die private Idylle, ein mehr oder weniger willkürliches Anhäufen schöner Gegenstände, eine detaillierte Anleitung für schönes Wohnen, die nur kopiert werden muss? Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass es nicht um Schnittmuster und Kochrezepte geht, sondern um die Schulung aller Sinne. Die Teile fügen sich also sehr wohl zu einem Ganzen, zu nichts weniger als einer Kunst der Wahrnehmung. XI,294 Seiten, broschiert (Lun Wen. Studien zur Geistesgeschichte und Literatur in China; Band 6/Harrassowitz Verlag 2005)
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