
Schwarz, Brigide: Der "Pfennigstreit" in Hildesheim 1343
Untersuchungen zur Sozialgeschichte des mittelalterlichen Hildesheim. Hrsg. von Stadtarchiv und Stadtbibliothek Hildesheim. Brigide Schwarz liefert einen detail- und kenntnisreichen Beitrag über ein wesentliches Problem der wissenschaftlichen Stadtgeschichtsforschung, nämlich die innerstädtischen Unruhen des 14. Jahrhunderts, die sich an einer Frage der Geldpolitik entzündeten. Die Quellen lassen indes erkennen, dass es bei dem Streit nicht nur um diese Frage ging, sondern auch um die Macht in der Stadt. Der Band beleuchtet Vorgeschichte, Voraussetzungen, Verlauf und Folgen des "Uplop". Ein prosopographischer Anhang über die beteiligten Geschlechter rundet den Band ab. - Im Frühjahr 1343 kam es zur gewaltsamen Austragung der inneren Spannungen in Hildesheim. Es gab einen 'uplop van den penninghen', also in einer Frage der Geldpolitik. Quellen lassen erkennen, dass es bei dem Streit nicht nur um diese Frage ging, sondern auch um die Macht in der Stadt; als streitende Parteien sind insbesondere der Rat, die Zünfte und die Bürgergemeinde zu nennen. Der 'uplop' führte zur Vertreibung von Ratsherren und anderen Bürgern, zum Sturz des Rates und zur Einsetzung eines neuen, der nicht lange im Amt blieb. Erst im Dezember 1345 brachte eine Neuregelung der Ratsverfassung einen Ausgleich der politischen Kräfte in der Stadt. 159 Seiten mit 6 Textabb., 5 Tab. und 6 Tafeln, broschiert (Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim; Nr. 6/Bernward 1978) Mängelexemplar
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